chronisch wiederkehrende Allgemeinerkrankung mit entzündlichen Veränderungen an kleinen Blutgefäßen. Von der in Deutschland seltenen Erkrankung sind Männer deutlich häufiger betroffen.
Ursache: Virusinfektionen oder Autoimmunreaktionen werden als Auslöser vermutet.
Befund: Typisch ist das gemeinsame Auftreten von geschwürigen Veränderungen (Aphthen) an der Mundschleimhaut, an der Genitalschleimhaut sowie von Entzündungen im Augenbereich, v. a. Eiteransammlungen in der Vorderkammer des Auges. Außerdem können Krankheitserscheinungen an einer Vielzahl weiterer Organsysteme auftreten, wobei außer der Haut besonders die Gelenke und das Nervensystem betroffen sind. Die Behçet-Krankheit verläuft in Schüben, die mit starkem Krankheitsgefühl, Fieber, Gewichtsverlust und Nachtschweiß einhergehen. Bei schweren Verlaufsformen droht eine Erblindung, der Befall des Nervensystems kann selten zum Tode führen.
Behandlung: Eine medikamentöse Therapie erfolgt entsprechend des Befalls der Organsysteme mit Kortikoiden oder Immunsuppressiva. Die Aphthen können örtlich behandelt werden.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 07.12.2010
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