durch die Krätzmilbe (Sarcoptes scabiei) hervorgerufene, ansteckende Hauterkrankung mit starkem Juckreiz.
Ursache: Die 0,3–0,4 mm großen Milbenweibchen graben sich nach der Paarung in die Oberhaut ein und legen am Ende des Milbenganges Eier ab. Die Übertragung der Milben erfolgt meist durch direkten Körperkontakt, in Ausnahmefällen auch durch benutzte Bettwäsche oder Kleidungsstücke.
Befund: Der starke Juckreiz nimmt v. a. nachts in der Bettwärme zu. Unter der Haut zeigen sich Milbengänge, an deren Ende – als dunkles Pünktchen – die Milbe zu erkennen ist. Betroffen sind besonders Finger- und Zehenzwischenräume, Nabelregion, Handgelenke, Ellenbeugen, innerer Fußrand, Brustwarzen und Penisschaft. Nach Wochen kann ein Hautausschlag mit Papeln und Bläschen als Ausdruck einer immunologischen Reaktion auftreten. Der behaarte Kopf ist außer bei Kleinkindern nicht befallen. Eine Sonderform ist die hoch ansteckende Borkenkrätze mit schmutzig braunen, dicken Borken und Verhornungen am ganzen Körper.
Behandlung: Erwachsene werden mit einem Parasitenmittel behandelt. Bei Kindern, in der Schwangerschaft oder Stillzeit eignen sich nicht alle Wirkstoffe. Auch symptomfreie Familienmitglieder sollten behandelt werden.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 14.12.2011
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