Trotz Forschung und medizinischer Hilfe richten Infektionskrankheiten in armen, tropischen Ländern immer noch großen Schaden an. Aber es gibt Mittel und Wege sich zu schützen.
Klicken Sie sich durch die Text-Galerie. Dort finden Sie viele Informationen über die Erreger, Übertragung, Symptome, Therapie und Vorkommen von Leishmaniose, Elephantiasis, Flussblindheit, Lepra, Tollwut, Bilharziose, Dengue-Fieber, Schlaf-Krankheit, Chagas-Krankheit, Dracunculiasis.
Vergessene Tropenkrankheiten:
Leishmaniose
Erreger: Leishmania (Einzeller)
Übertragung: Mückenstich
Symptome: Die Erreger können schwere und entstellende Hautgeschwüre verursachen. Sind innere Organe befallen, kommt es zu Fieber, welches unbehandelt meist tödlich endet
Therapie: Verschiedene Medikamente (Antimon, Amphotericin) helfen gegen Leishmanien. Vorbeugung durch Insektenschutz
Vorkommen: Südamerika, Naher Osten, Afrika, Indien, Zentralasien
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Elephantiasis
Erreger: Filarien (Fadenwürmer)
Übertragung: Mücken übertragen beim Stich die Wurmlarven, aus denen sich im Infizierten die Würmer entwickeln.
Symptome: Die erwachsenen Würmer lösen über Jahre eine Entzündung von Lymphgefäßen aus, was zu Stauungen und dadurch wiederum zu monströsen Körperveränderungen führen kann.
Therapie: Spezielle Medikamente töten die Würmer ab
Vorkommen: Schwarzafrika, Indien, Südostasien
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Flussblindheit
Erreger: Mikrofilarien (Fadenwürmer)
Übertragung: Mücken übertragen beim Stich die Larven. Aus diesen entwickeln sich im Wirt erwachsene Würmer, die wiederum Mikrofilarien produzieren
Symptome: Die Mikrofilarien schwärmen im Körper aus und können unterschiedliche Symptome wie Juckreiz oder Lymphknotenschwellung auslösen. Im Auge führen sie zu zunehmendem Sehverlust
Therapie: Es gibt wirksame Medikamente. Die erwachsenen Würmer und Mikrofilarien müssen jedoch gesondert bekämpft werden
Vorkommen: West- und Zentralafrika, nördliches Südamerika
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Lepra
Erreger: Mycobakterium
Übertragung: Ansteckung erfolgt nur bei langfristigem Kontakt
Symptome: Nach Jahren kommt es zu Hautveränderungen und Störungen der peripheren Nerven, die Taubheitsgefühle bewirken. Es kommt zu fortschreitender Verstümmelung
Therapie: Eine kombinierte Antibiotikagabe heilt das Leiden
Vorkommen: Brasilien, Indien, Schwarzafrika
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Tollwut
Erreger: Rabiesvirus
Übertragung: Durch Biss eines infizierten Tieres
Symptome: Wochen bis Monate nach dem Biss treten Lähmungen und Verwirrtheitszustände auf. Der Ausbruch führt immer zum Tode
Therapie: Es gibt eine Schutzimpfung, die auch noch direkt nach dem Biss wirksam ist
Vorkommen: Weltweit. Menschen erkranken am häufigsten in Indien, wo viele Tiere streunen
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Bilharziose
Erreger: Schistosoma (Larve des Pärchenegels)
Übertragung: Die Larven dringen bei Kontakt mit kontaminiertem Wasser durch die Haut und entwickeln sich im Venensystem zu Würmern
Symptome: Manchmal Hautausschlag nach Infektion. Darauf Entzündungen im Körper, die Blutungen, Schmerzen, Verdauungsstörungen oder neurologische Symptomen auslösen
Therapie: Wurmmittel tötet die Egel ab. Vorbeugung durch Meiden unreinen Wassers
Vorkommen: Afrika, Südostasien
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Dengue-Fieber
Erreger: Dengue-Virus
Übertragung: Moskitostich (Aedes)
Symptome: Grippeähnliches Fieber einige Tage nach der Infektion. Schwere Verläufe mit Blutungen, Schock und tödlichem Ausgang sind möglich
Therapie: Keine spezifische Therapie, lediglich unterstützende Allgemeinmaßnahmen. Vorbeugung durch Insektenschutz
Vorkommen: Mittel- und Südamerika, Schwarzafrika, Indien, Südostasien
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Schlaf-Krankheit
Erreger: Trypanosomen (Einzeller)
Übertragung: Stich der Tse-Tse-Fliege
Symptome: Nach einigen Wochen kommt es zu grippeartigen Symptomen dann zu Desorientiertheit, Bewegungsstörungen und Koma
Therapie: Spezielle, äußerst nebenwirkungsreiche Medikamente können den Erreger abtöten. Vorbeugung durch Insektenschutz
Vorkommen: Schwarzafrika
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Chagas-Krankheit
Erreger: Trypanosomen (Einzeller)
Übertragung: Biss der Raubwanze
Symptome: Nach einigen Wochen Lymphknotenschwellung, Fieber, dann Organschäden (Herz, Darm)
Therapie: Medikamentöse Bekämpfung des Erregers möglich. Vorbeugung durch Insektenschutz, Vernichtung der Wanzen
Vorkommen: Mittel- und Südamerika
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Dracunculiasis
Erreger: Guinea- oder Medinawurm
Übertragung: Durch das Trinken kontaminierten Wassers werden infizierte Flusskrebse (Zwischenwirte) aufgenommen. Aus diesen entweichen die Larven und entwickeln sich zu den Würmern
Symptome: Es entstehen Hautgeschwüre, die sich zusätzlich bakteriell entzünden können
Therapie: Vorbeugung durch Wasseraufbereitung
Vorkommen: Afrika, vor allem im Sudan und Ghana
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Christian Guht / Apotheken Umschau;
23.08.2011, aktualisiert am 12.10.2011
Bildnachweis: Panthermedia/Hannes E.
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